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 siehe auch >>> Energieportal Sachsen
 siehe auch >>> Links zur Energiepolitik
 Broschüre: Sparsame Haushaltsgeräte (PDF-Datei)
 Sächsische Bauherrenmappe der Sächsischen Energieagentur

Energieberatung


13.07.2017
Haushaltsgerät: Ersetzen oder behalten?
Mit der Gutscheinaktion der Energieberatung Stromkosten drosseln

Die Waschmaschine hat schon zig Jahre auf dem Buckel, leistet aber noch immer ihre treuen Dienste. Die Gefriertruhe scheint überdimensioniert, seitdem die Kinder aus dem Haus sind. In solchen Fällen stellen sich Verbraucher viele Fragen: Müssen die Energiefresser ersetzt werden? Sind es überhaupt Energiefresser? Wie findet man heraus, ob sich eine Investition rechnet? Bis zum 31. August 2017 beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen diese Fragen im Rahmen einer Gutscheinaktion kostenfrei. Wer in diesem Zeitraum den Gutschein einlöst, bekommt neben praktischen Tipps zum eigenen Nutzerverhalten auch Antworten auf Fragen zu konkreten Stromfressern im Haushalt.

Lohnt sich der Kauf einer neuen Waschmaschine? Speziell bei Waschmaschinen, Trocknern und Kühlschränken lassen sich mit einem Neugerät bis zu 80 EUR jährlich sparen. Ein Dreipersonenhaushalt kann mit effizienten Haushaltsgeräten die Strom­kosten um ein Drittel senken. Im Rahmen der Beratung vergleichen die Energie­berater den Stromverbrauch des Altgerätes mit dem eines neuen. Auch alle anderen elektrischen Haushaltsgeräte können Gegenstand der Beratung sein.

Ist der Stromverbrauch zu hoch? Der Stromverbrauch wird durch das Nutzerver­halten und die Ausstattung des Haushaltes beeinflusst. So verbrauchen Sauna, Wasserbetten, Pumpen und Lüfter, aber auch IT-Geräte viel Strom. Je größer der Haushalt ist, auf desto mehr Personen verteilen sich die Kosten. Zudem ist entscheidend, ob das Warmwasser elektrisch erwärmt wird oder mit Hilfe anderer Energiequellen.

Wie findet man das richtige Haushaltsgerät? Wer ein neues Gerät kauft, sollte auf den Energieverbrauch achten. Trotz aller Kritik bieten die Energie-Label eine Orientierungshilfe, um die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten miteinander zu vergleichen. Unterschieden werden die Energieeffizienzklassen A+++ bis G. Wobei A+++ für die sparsamsten Geräte steht.

Die Beratung an einem von derzeit 54 Standorten hat einen Wert von rund 60 EUR und richtet sich an Mieter und Eigentümer. Den überwiegenden Anteil der Kosten trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ratsuchende sparen mit dem Gutschein den Eigenanteil von bis zu 10 EUR. Er ist in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen und auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de erhältlich. Termine können unter Tel. 0800 - 809 802 400 kostenfrei vereinbart werden.


06.07.2017
Holz, Sonne, Erde oder Gas?
Die richtige Heizung für den Neubau finden

Die Auswahl der Heizungsanlage für ein neues Haus oder eine neue Wohnung ist eine wichtige Entscheidung: Wohnkomfort, Heizkosten und die eigene Klimabilanz der nächsten Jahrzehnte hängen maßgeblich davon ab. Stephan Tannhäuser, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert Vor- und Nachteile moderner Heizsysteme.

"Am Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien", erklärt Stephan Tannhäuser. "Am wichtigsten bei der Auswahl ist, dass das System zum Gebäude und seinen Bewohnern passt." Am besten sollte deshalb ein unabhängiger Energie­berater bei der Entscheidung helfen, der nicht auf eine bestimmte Technik festgelegt ist. Standard bei konventioneller Heiztechnik sind heute immer noch Brennwertkessel für Erdgas oder Heizöl. Die Anschaffungskosten sind moderat, dafür fallen regelmäßig Wartungskosten an. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Heizkosten mittel- bis langfristig ansteigen werden. Eine Lösung für die nähere Zukunft sollte schon heute möglichst ohne fossile Energieträger auskommen. Deshalb verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Eigentümer, in Neubauten mit Brennwertkesseln anteilig regenerative Energieträger zu verwenden.

In Form von Pellets oder Scheitholz kann auch Holz als erneuerbarer Brennstoff eingesetzt werden, entweder in Öfen oder in Heizkesseln. Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung können mit beiden Systemen kombiniert werden. Eine Alternative sind elektrische Wärmepumpen, die Wärme aus Erdreich, Grundwasser oder der Luft ziehen. Sie sind in der Anschaffung teurer. In Neubauten machen sie aber häufig Sinn, da wichtige Voraussetzungen wie eine gute Wärmedämmung oder die Eignung für eine Niedertemperaturflächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) meist gegeben sind. Besonders achtsam sollten Eigen­tümer jedoch bei Luftwärmepumpen sein - hier sind die Rahmenbedingungen besonders wichtig. Sie arbeiten sonst oftmals nicht effizient und verursachen dann sehr hohe Stromkosten. Je nach gewählter Heizungsanlage gibt es Fördermöglich­keiten, die in Anspruch genommen werden können. Zumeist müssen die Anträge vor Auftragserteilung gestellt werden. Die einschlägigen Programme können beim Energieberater erfragt werden.

Mehr Informationen zur Auswahl des Heizsystems und zu vielen weiteren Fragen gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen: online, telefo­nisch oder im persönlichen Beratungsgespräch zu einem geringen Eigenanteil. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


23.05.2017
Energieausweis: endlich erklärt
Wie kann der Energieausweis Eigentümern, Mietern und Käufern weiterhelfen?

Auf den ersten Blick soll er zeigen, wie energieeffizient ein Gebäude ist: Der Energieausweis. Eigentümer, Mieter und Käufer sollen Klarheit erhalten über die zu erwartenden Energiekosten einer Immobilie. Ob der Energieausweis diese Aufgabe erfüllt, und welche Informationen er tatsächlich enthält, erläutert Rainer Flegel, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen.

Was steht drin?
Den fünfseitigen Energieausweis gibt es in zwei Formen: Als Bedarfsausweis enthält er die Kennwerte für den Energiebedarf, als Verbrauchsausweis diejenigen für den Energieverbrauch. In vielen Fällen ist jedoch nur der Bedarfsausweis zulässig. Der Energiestandard des Gebäudes wird mittels Energieeffizienzklassen von A+ bis H veranschaulicht. Zudem beinhaltet der Ausweis − soweit möglich − Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des energetischen Gebäudezustands. "Hier handelt es sich um Empfehlungen", betont Flegel.

Wer braucht einen Energieausweis?
Verpflichtend ist der Energieausweis immer dann, wenn ein Gebäude neu gebaut, umfassend saniert, verkauft oder neu vermietet werden soll. Bei der Vermietung müssen die wichtigsten Kenndaten des Ausweises bereits in der Immobilienanzeige genannt werden. Bei der Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung muss der Vermieter den Ausweis oder eine Kopie unaufgefordert aushändigen oder gut sichtbar aushängen.

Wer stellt den Energieausweis aus?
Ein Energieausweises muss von Fachleuten mit besonderer Qualifikation ausgestellt werden. Ein amtliches Zertifikat oder eine vollständige Liste aller Aussteller gibt es allerdings nicht. Wichtig ist: Ein Energieausweis ersetzt keine Energieberatung. "Wer plant, die Empfehlungen umzusetzen, sollte eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen", empfiehlt Flegel.

Was kann der Energieausweis nicht?
"Insbesondere der Verbrauchsausweis liefert Mietinteressenten keine genaue Prognose über die künftigen Heizkosten", betont Rainer Flegel. Denn die Werte darin werden maßgeblich vom Nutzerverhalten, zum Beispiel der eingestellten Raumtemperatur und dem Lüftungsverhalten, beeinflusst. Alle Energieausweise beziehen sich außerdem in den meisten Fällen auf das ganze Gebäude, nicht einzelne Wohnungen. Die Lage der Wohnung im Gebäude spielt aber eine erhebliche Rolle für den Energieverbrauch.

Bei allen Fragen zum Energieverbrauch in privaten Haushalten hilft die anbieter­unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch zu einem geringen Eigenbeitrag. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


20.04.2017
Ertrag der Solaranlage optimieren
Solarwärme-Check findet Schwachstellen und zeigt Optimierungs­möglich­keiten

Eine solarthermische Anlage gewinnt Wärme aus Sonnenlicht, ohne teuren Brennstoff und schädliche Emissionen. So zumindest die Theorie − denn in der Praxis halten leider nicht alle Anlagen, was sie versprechen. Wie es um die tatsächliche Leistung des Systems bestellt ist, und wie es verbessert werden kann, verrät der Solarwärme-Check der Verbraucherzentrale.

Solarthermische Anlagen versprechen niedrige Heizkosten, zudem werden sie großzügig gefördert. Dementsprechend beliebt ist die Technik. Leider sieht die Realität oft etwas anders aus, wie Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale, erläutert: "Viele der von uns bisher geprüften Anlagen bringen deutlich weniger Ertrag als erhofft. Dadurch wird weniger Brennstoff eingespart als geplant. In Extremfällen ist der Verbrauch durch besonders ineffiziente Anlagen sogar gestiegen."

Über 1.000 Anlagen haben die Energieberater im vergangenen Sommer bereits gecheckt. Aufgefallen ist ihnen dabei zum Beispiel, dass oft ein sogenannter Wärmemengenzähler fehlt. Damit ließe sich ganz leicht ablesen, wieviel Wärme die Anlage auf dem Dach tatsächlich liefert. Häufig fehlt außerdem eine ausführliche Anlagendokumentation, die Wartung und Prüfung der Anlage deutlich erleichtern würde. "Als Laie hat man also kaum eine Chance, die Leistungsfähigkeit der eigenen Anlage richtig einzuschätzen", sagt die Expertin. Dabei ist Abhilfe bei vielen Problemen möglich und oft nicht einmal besonders kostenintensiv.

Hier hilft der Solarwärme-Check weiter: Verbraucher erhalten Klarheit über die Leistungsfähigkeit ihrer Anlage und eine Richtschnur, welche Verbesserungen möglich oder sogar nötig sind. Der Energieberater überprüft zentrale Komponenten der Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtemperaturen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin einige Tage später − davon mindestens einem Sonnentag − ausgelesen. Der Energieberater führt alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Anlage verbessert werden kann. Diese Einschätzung erhält der Ratsuchende wenig später als Bericht per Post.

Der Solarwärme-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung besitzen. Termine für den Solarwärme-Check können ab sofort unter der kostenlosen Nummer 0800 − 809 802 400 angefragt werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Check kostenfrei. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


30.03.2017
Energielabel für Holzheizungen
Neue Kennzeichnung ab 1. April 2017 verpflichtend

Wer in der kommenden Heizsaison mit einer neuen Holzheizung für kuschlige Tem­pe­raturen sorgen möchte, kann sich ab dem 1. April 2017 an der neuen Kenn­zeich­nung zum Energieverbrauch orientieren. Erhältliche Geräte müssen dann mit dem sogenannten EU-Label versehen sein. Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert Inhalt und Aussagekraft des Etiketts.

Ziel der entsprechenden EU-Richtlinie ist es, Verbraucher besser über den Ener­gieverbrauch verschiedener Geräte und Systeme zu informieren und so allmählich die Energieeffizienz der auf dem Markt verfügbaren Geräte zu erhöhen. Ab 1. April 2017 wird die Kennzeichnung nun auch für neue Holzpellet-, Hackschnitzel und Scheitholzkessel − die sogenannten Festbrennstoffkessel − Pflicht.

Das Label weist die Einteilung in verschiedene Effizienzklassen auf, die auf einer Farbskala von grün bis rot angegeben sind. Wie bei Elektrogeräten gilt: Je grüner, desto effizienter. Bezeichnet werden die Klassen mit Buchstaben-Codes von A++ bis G. "Die meisten Holzpelletkessel kommen vermutlich in die Klasse A+", erwartet Angelika Baumgardt. "Ist es ein Brennwertkessel, kann auch A++ erreicht werden. So genannte Verbundanlagen − kombiniert mit einer Solaranlage − erreichen jeweils die nächstbessere Klasse." Anders als bei Elektrogeräten dient das Label also nicht in erster Linie dazu, Geräte verschiedener Hersteller zu vergleichen, sondern be­wertet die Effizienz verschiedener Heizkesseltypen. Holzpelletkessel haben deshalb regelmäßig eine bessere Effizienzklasse als Öl- oder Gaskessel.

Verbindlichen Aussagen über die zu erwartenden Heizkosten liefert das Label den­noch nicht, so Baumgardt: "Die Heizung muss zum Gebäude und zu den Bewohnern passen. Und auch der effizienteste Heizkessel kann nicht sparsam arbeiten, wenn Rohrsystem oder Regelung nicht in Ordnung sind." Die Expertin fasst zusammen: "Das Label ersetzt kein Gesamtkonzept für das Haus. Am besten holen sich Ver­braucher, die ihre Heizung erneuern wollen, unabhängige Beratung."

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, tele­fo­nisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch zu einem symbolischen Ei­genanteil von 5 EUR pro halbe Stunde oder einem Energie-Check vor Ort. Für ein­kommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Bera­tungs­angebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


09.03.2017
Das Kraftwerk im Keller
Wann rechnet sich ein Blockheizkraftwerk?

Anlagen zur Kraftwärmekopplung, oft Blockheizkraftwerke oder kurz BHKW genannt, erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Sie sind also besonders effizient. Lange Zeit lohnte sich ihr Einsatz in Ein− oder Zweifamilienhäusern aber kaum. Sowohl bei den Geräten selbst als auch bei den Förderprogrammen hat sich jedoch in den vergangenen Jahren viel getan.

"BHKW sind Mini-Kraftwerke für den Einsatz in Ein− oder Mehrfamilienhäusern − zumeist normale Motoren, die mit Erdgas oder Heizöl betrieben werden", erläutert Thomas Posanski, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. "Bei kleineren Geräten, sogenannten Nano-BHKW, gibt es auch innovative Technologien wie Stirling-Motoren oder Brennstoffzellen." Alle Modelle erzeugen aus dem eingesetzten Brennstoff nicht nur Strom, sondern nutzen auch die anfallende Wärme für Heizung und Warmwasser. Sie sind also unter Klimaschutzaspekten empfehlenswert.

Dennoch waren die Geräte lange Zeit meist keine Option für Privathaushalte: zu teuer in Anschaffung und Betrieb, zu groß, um bei geringem Strom− und Wärmeverbrauch effizient zu arbeiten. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, betont Posanski: "Mit den Nano-BHKW gibt es heute eine Geräteklasse, die mit einer maximalen elektrischen Leistung von 2 Kilowatt gut auf den Bedarf von Ein− bis Zweifamilienhäusern zugeschnitten ist. Außerdem werden Anschaffung und Betrieb von BHKW durch zahlreiche Förderprogrammen unterstützt. Sie sind deshalb deutlich häufiger eine wirtschaftliche Alternative als früher."

Ob ein BHKW eine gute Lösung für das eigene Zuhause ist, hängt aber vom jeweiligen Gebäude und dem individuellen Wärme− und Strombedarf ab. Die Wirtschaftlichkeit kann daher, so der Energieberater, immer nur im Einzelfall beurteilt werden. Wer sich für ein BHKW interessiert, sollte deshalb eine Beratung bei einem unabhängigen Experten in Anspruch nehmen, der nicht nur alle Förderprogramm kennt, sondern auch die energetische Situation des Gebäudes bewerten kann.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch, zu einem Eigenanteil von 5 EUR pro halbe Stunde. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


22.02.2017
Fitnessprogramm für die Heizung
Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen

Viele Heizungsanlagen arbeiten nicht optimal und verursachen unnötig hohe Heizkosten. Oft reichen kleine Investitionen, um die Kosten spürbar zu senken. Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen, stellt einige Stellschrauben vor:

Heizungswasser zu warm: "Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kommt die von den Heizkörpern nicht genutzte Wärme zum Kessel zurück. Ein Brennwertkessel kann dann seine Vorteile nicht voll nutzen und über das Rohrleitungssystem entstehen unnötig hohe Verluste", so Baumgardt. "Eine Anpassung der Einstellwerte in der Heizungsregelung kann hier bereits Abhilfe schaffen."

Dämmung der Rohrleitungen: Heizungsrohre in unbeheizten Räumen müssen gedämmt sein, sonst geht sehr viel Wärme verloren. Hier kann man auch selbst handwerklich tätig werden. "Die Dämmung sollte dabei etwa so dick sein wie das Rohr selbst", erklärt Baumgardt.

Verteilung des Heizungswassers: Oft werden einige Heizkörper viel zu warm, meist im Erdgeschoss, andere hingegen nicht warm genug − häufig im entlegenen Dachgeschoss. Ein sogenannter hydraulischer Abgleich kann hier für eine gleichmäßige Verteilung sorgen. Dazu wird an den Thermostatventilen der Heizkörper die Wassermenge einreguliert. Dann fließt durch die Heizkörper genau so viel Heizungswasser, wie benötigt wird um den Raum optimal zu beheizen. Eventuell müssen dafür neue Thermostatventile installiert werden.

Heizungspumpe: Alte Heizungspumpen sind manchmal wahre Stromfresser. Der Austausch gegen Hocheffizienzpumpen kann den Stromverbrauch der Pumpen um bis zu 80 Prozent verringern. Optimale Ergebnisse werden durch die Kombination von Pumpentausch und hydraulischem Abgleich erreicht.

Förderprogramme: Seit August 2016 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Heizungspumpentausch und den hydraulischen Abgleich sowie alle dafür erforderlichen Komponenten mit Zuschüssen. Die Einstellung der Heizkurve durch einen Fachmann ist ebenfalls förderfähig. Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition, höchstens 25.000 Euro je Standort.

Wie bei der Antragstellung zu verfahren ist, können Interessierte bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erfahren. Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Heizungsanlage und Tipps für ihre Optimierung bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen außerdem mit dem Heiz-Check, für den ein Energieberater nach Hause kommt und das System von Gas− oder Ölheizkessel, einer Fernwärmestation oder einer Wärmepumpe genau unter die Lupe nimmt.

Unter der kostenfreien Tel.-Nummer 0800 − 809 802 400 können Anfragen für einen Heiz-Check aufgenommen werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist das Angebot kostenlos.

Der Heiz-Check sowie alle weiteren Energieberatungsangebote für Mieter und Eigentümer werden gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


13.02.2017
Lohnt sich eine Solarstromanlage?
Das sagen die Energieberater der Verbraucherzentrale

Strom aus einer privaten Solarstromanlage − das bedeutet Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen und ein gutes Klimagewissen. Nun haben sich die Rahmenbedingungen für die Anlagen in den vergangenen Jahren kontinuierlich verändert. Viele Verbraucher sind daher unsicher, ob sich eine Photovoltaikanlage noch rentiert. Stephan Tannhäuser, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert die Voraussetzungen für eine lohnende Investition.

"Ausgangspunkt für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist zunächst der Anschaffungspreis der Anlage", erklärt Tannhäuser "Hier gibt es gute Nachrichten: Solarstromanlagen sind in den vergangenen zwölf Monaten nochmals günstiger geworden." So sind die Großhandelspreise für Solarmodule 2016 um etwa 15% gesunken.

Des Weiteren ist zu klären, wie viel Geld sich mit der Anlage sparen lässt. "Jede einzelne Anlage muss sorgfältig und individuell geplant werden, damit sie zum voraussichtlichen Stromverbrauch passt", betont Tannhäuser. Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms ist stets die rentablere Variante, da jede selbst genutzte Kilowattstunde PV-Strom nicht beim Stromanbieter gekauft werden muss. In einem typischen Haushalt können zumeist 20 bis 30 Prozent des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden. "Dieser Anteil lässt sich deutlich erhöhen, wenn die Anlage mit einem Batteriespeicher ausgestattet wird", ergänzt der Berater. "Mit dem Speicher steht auch nachts oder an wolkigen Tagen Sonnenstrom zur Verfügung."

Die Preise für Batteriespeicher sind 2016 ebenfalls gesunken. Zudem gibt es für Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss bei der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW). Den Tilgungszuschuss kann auch erhalten, wer bei einer bereits vorhandenen Solaranlage einen Batteriespeicher nachrüstet. Dennoch, so Tannhäuser, sollte immer im Einzelfall geprüft werden, ob sich die Anschaffung eines Speichers lohnt. Ein weiterer Faktor hinsichtlich der Rentabilität der Solarstromanlage ist der Verdienst durch den nicht selbst verbrauchten Strom. Die feste Vergütung für ins Netz eingespeisten Strom liegt bis Ende April 2017 bei 12,3 Cent pro Kilowattstunde für Anlagen bis 10 Kilowatt, die bis Ende April in Betrieb genommen werden.

"Ob eine Photovoltaikanlage sinnvoll realisiert werden kann, hängt nicht zuletzt von den Standortgegebenheiten ab. Vor der Anschaffung sollte daher genau geprüft werden, ob die Dachfläche in Bezug auf Ausrichtung, Neigung, Verschattungsfreiheit und Tragfähigkeit überhaupt für das geplante Vorhaben geeignet ist. Eine ausführliche Beratung sowie eine Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


12.01.2017
Keine Chance dem Schimmel
Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen gehen Ursachen auf den Grund und helfen vermeiden

Winterzeit, Schimmelzeit. Jetzt erobern sie die Wände: hässliche schwarze Flecken, oftmals die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Der sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden. Stephan Schwarzbold, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt, wie man die eigene Wohnung schützen kann.

"Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Auch die warme Raumluft kühlt sich dort ab. Mit sinkender Temperatur geht die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück, so dass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor − auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser", erläutert Schwarzbold.

Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt deshalb: raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges, beherztes querlüften, vor allem nach dem Kochen und Baden. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Ebenfalls wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus Sicht von Schwarzbold häufig ein Fall für den Fachmann: "Nur wirklich kleine und oberfläch­liche Schimmelschäden können in Eigenregie beseitigt werden. Ansonsten sollte ein Experte ans Werk gehen, um sicher zu gehen, dass auch die gesundheitsschäd­lichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden." Unterstützung vor allem bei der Klärung der Schimmelursachen erhalten Betroffene bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale Sachsen.

Bei allen Fragen zu den Ursachen und zur dauerhaften Vermeidung von Schimmel hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch, mit einem persönlichen Beratungsgespräch zu einem geringen Eigenanteil von 5 EUR pro halbe Stunde und bei Bedarf auch mit einem Detail-Check vor Ort. Für einkommens­schwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesminis­terium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine unter Tel. 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


01.12.2016
2017: Das ändert sich für Energieverbraucher
Neues Jahr, neue Regeln − auch 2017 ändert sich für Energieverbraucher einiges

Rainer Flegel, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, fasst zusammen, was für private Haushalte wichtig wird:

Strompreise: Künftig werden es vor allem die Netzentgelte sein, die den Strompreis der Privatverbraucher steigen lassen. Die Ökostrom-Umlage steigt 2017 nur noch schwach, um 0,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Viele Anbieter werden aus diesen Gründen die Strompreise anheben. Allerdings sind die Verbraucher nicht wehrlos: Rainer Flegel rät, bei Preiserhöhungen durch den Versorger einen Tarif− oder Anbieterwechsel zu prüfen. Bei jeder Preiserhöhung haben Verbraucher nämlich ein Sonderkündigungsrecht. Wer Hilfe beim Wechsel benötigt, kann sich an einen Energieberater der Verbraucherzentrale wenden, in Rechtsfragen an einen Rechtsberater.

Elektrogeräte: Ab September 2017 dürfen gemäß der EU-Ökodesignrichtlinie nur noch Staubsauger verkauft werden, die eine maximale Leistung unter 900 Watt haben − am EU-Label auch daran erkenntlich, dass der Jahresstromverbrauch unter Standardbedingungen maximal bei 43 Kilowattstunden liegen darf. Wichtig zu wissen: Wie Tests der Stiftung Warentest gezeigt haben, geht die Verringerung des Stromverbrauchs nicht zulasten der Saugkraft. Geschont wird also nur der Geldbeutel, nicht der Staub.

Heizungsanlagen im Bestand: Schon seit 2016 gibt es eine eigene Energie­effizienz-Kennzeichnung für Heizungsgeräte im Bestand, das sogenannte "Nationale Effizienzlabel für Altgeräte". Neu ist ab 2017, dass die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet sind, alle noch nicht gekennzeichneten Geräte gestaffelt nach Baujahren zu etikettieren. Rainer Flegel betont: "Das Nationale Label sagt nur etwas über den Gerätetyp, nicht über den tatsächlichen Zustand der spezifischen Anlage oder die Eignung für den aktuellen Einsatzort aus. Darüber gibt zum Beispiel der Heiz-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Aufschluss."

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie zuhause hilft die anbieter­unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkom­mensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


03.11.2016
Effizient in die neue Heizsaison
Heiz-Check der Verbraucherzentrale spürt Energieverluste auf

Die Energiepreise und damit die Heizkosten sind aktuell ungewöhnlich niedrig − eine willkommene finanzielle Entlastung für viele Verbraucher. Dabei können in vielen Fällen die Kosten aber sogar noch deutlich stärker gesenkt werden. Denn erschre­ckend viele Heizsysteme laufen ineffizient, verbrauchen also ständig mehr Energie als notwendig. Diese Schwachstellen deckt der Heiz-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale auf.

"Leider halten viele Heizungsanlagen bei der Effizienz nicht, was sie versprechen", erläutert Michael Woithe, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. "Schön warm wird die Wohnung dann zwar, der Verbrauch ist aber höher als erwartet. Und für die Besitzer der Anlage fallen überflüssige Mehrkosten an, bei einem Einfami­lienhaus manchmal bis zu 150 Euro im Jahr." Glücklicherweise sind aber häufig gar keine großen Investitionen erforderlich, um die Anlage wieder flott zu machen. "Oft muss man nur das Zusammenspiel aller Anlagenkomponenten verbessern, zum Beispiel mit einem sogenannten hydraulischen Abgleich oder simple Regelungsein­stellungen vornehmen", erklärt Woithe und ergänzt: "Welches Optimierungspoten­zial die jeweilige Anlage genau hat, finden unsere Berater bei einem Heiz-Check heraus."

Der Heiz-Check besteht aus zwei Besuchen des Energieberaters an aufeinander­folgenden Tagen. Zwischen den Terminen zeichnen Messgeräte wichtige System­temperaturen auf. Zudem werden der Dämmstandard von Rohren und Armaturen überprüft und Daten wie Alter und Dimensionierung des Systems, der Verlauf der Raumtemperatur und der Vorjahresverbrauch erfasst. Schließlich werden alle Komponenten der Anlage, etwa Kessel, Warmwasserspeicher, Mischer und Ventile, in Augenschein genommen. Wenig später erhält der Verbraucher per Post einen Bericht mit der Gesamteinschätzung zum Heizsystem und Empfehlungen, wie es sich optimieren lässt. In manchen Fällen kann auf Basis der Heiz-Check-Ergebnisse auch der Austausch einzelner Komponenten oder der kompletten Anlage nahe­liegen.

Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die z.B. einen Gas−, Öl− oder Holzheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben. Termine für den Heiz-Check können unter der kostenlosen Tel.-Nummer 0800 − 809 802 400 gebucht werden. Der Heiz-Check wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, so dass die Kostenbeteiligung nur 40 Euro beträgt. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der Heiz-Check kostenlos. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


20.10.2016
Es werde Licht
Einkaufshilfe für die Auswahl der richtigen Lampe

Glühbirnen, Halogenlampen, Energiesparlampen oder LEDs: Welche ist nun richtig fürs Arbeitszimmer, fürs Wohnzimmer oder auch schon für die Weihnachts­beleuchtung? Viele Verbraucher stehen ratlos vor den Regalmetern in Bau− oder Supermarkt, denn die Unterschiede, was Atmosphäre, Helligkeit und Energie­verbrauch betrifft, sind enorm.

Damit Verbraucher die notwendigen Informationen zu den neuen Lampen genau dann zur Hand haben, wenn sie sie benötigen, gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale das "Lampenkärtchen", eine praktischen Kaufhilfe für unterwegs. Das Kärtchen ist ab 20. Oktober kostenfrei in allen Beratungs­einrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen erhältlich (solange der Vorrat reicht).

"Die meisten Verbraucher denken in Watt, wenn sie eine Lampe kaufen wollen", sagt Juliane Dorn, Leiterin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen. "60 Watt für den Schreibtisch, 25 Watt für die Tischlampe, damit sind die meisten vertraut." Diese Angaben sind für die neuen Energiesparlampen und LEDs jedoch nur bedingt aussagekräftig: Da diese viel weniger Strom benötigen, erreichen sie die gleiche Helligkeit mit einer viel niedrigeren Wattzahl. "Relevant für die Auswahl des passenden Leuchtmittels sind deshalb mittlerweile zwei andere Angaben", erläutert Juliane Dorn: "Lumen und Kelvin".

Die Lumen-Zahl ist das Maß für die Helligkeit der Lampe. 700 Lumen entsprechen in etwa der Helligkeit der alten 60-Watt-Glühbirne. Die Kelvin-Angabe hingegen gibt Auskunft über die Lichtfarbe: Lampen mit 2.700 Kelvin leuchten ähnlich wie die herkömmliche Glühbirne warmweiß und sorgen für ein gemütliches Licht zuhause. Tageslichtweiße Lampen mit zirka 6.000 K erzeugen ein sachliches Licht, das eher für den Arbeitsplatz geeignet ist. "Diese Angaben bedeuten bei allen Lampentypen das gleiche", informiert Juliane Dorn weiter. "Am wichtigsten ist jedoch: Sowohl Energiesparlampen als auch LEDs verbrauchen deutlich weniger Strom als die alten Glühbirnen, bis über 90% weniger. Gleichzeitig halten sie deutlich länger. Die Anschaffung lohnt sich also doppelt." Halogenlampen sind nur wenig energie­effizienter als Glühlampen, halten also auch im Vergleich mit LED und Energie­sparlampe nicht stand. Im Gesamtvergleich sind LEDs inzwischen bezogen auf deren Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar. Auch haben LEDs den Vorteil, kein Quecksilber zu enthalten, müssen aber wegen ihrer wertvollen Inhaltsstoffe genau wie die Energiesparlampen gesondert, d.h. nicht über den Hausmüll, entsorgt werden.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


22.09.2016
Wärmedämmung lohnt sich doch!
Verbraucherzentrale berät kostenlos zu Wärmeschutz und Dämmstoffen - Gutscheinaktion ab 22. September

Durch eine nachträgliche Wärmedämmung von Wänden und Dach verringern Verbraucher nicht nur ihre Heizkosten. Die verbesserte Gebäudehülle macht das Wohnen auch komfortabler und schützt das Haus vor Feuchtigkeit und Schimmel. Darauf weist die Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen hin.

"Durch kritische Medienberichte über Wärmedämmungen sind viele Verbraucher unsicher geworden", sagt Stephan Schwarzbold, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. "Die häufigsten Kritikpunkte: Wärmedämmungen sind zu teuer und bergen Risiken für das Gebäude." Deshalb rät der Experte Verbrauchern zunächst, sich ausführlich beraten zu lassen. Aus diesem Grund startet die Verbraucherzentrale Sachsen im September die Beratungsaktion "Wärmedämmung lohnt sich doch". Im Aktionszeitraum bis 30. November können Verbraucher einen Coupon für eine kostenfreie Beratung an allen Beratungsstandorten der Verbraucherzentrale Sachsen auf der Internetseite www.verbraucherzentrale-energieberatung.de herunterladen.

Im Rahmen einer Energieberatung wird dann geklärt, ob eine nachträgliche Dämmung überhaupt in Frage kommt, und welche Dämmmaßnahmen geeignet sind. Dazu erhalten Verbraucher erste Einschätzungen zu Kosten und Energieeinsparung. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen zu weiteren vielleicht notwendigen oder sinnvollen Sanierungsmaßnahmen. Wer sich für eine Dämmung entscheidet, sollte diese Maßnahme sorgfältig planen. Dazu gehören neben der Auswahl geeigneter Dämmmaterialien und Konstruktionen Vorkehrungen zum Schutz vor Feuchtigkeit und die Vermeidung von Wärmebrücken. Bau− und Energiefachmann Schwarzbold weist darauf hin, dass mit einer Wärmedämmung nicht nur Energie eingespart wird. "In einem gedämmten Haus sind die Innenseiten der Außenwände wärmer. Das führt zu einem besseren Raumklima und macht das Wohnen komfortabler."

Auch bei weiteren Fragen zu Energieeffizienz und −einsparung hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


04.08.2016
Hält die Solaranlage, was sie verspricht?
Erste Solarwärme-Checks zeigen: Tipps zur Verbesserung gibt es bei jeder Anlage

Thermische Solaranlagen sorgen für die Warmwasserbereitung und können sogar die Heizung unterstützen - mit solarer Wärme vom eigenen Dach. Das entlastet die Umwelt und sollte auch das Portemonnaie schonen. Soweit die Theorie. Wie sieht es in der Praxis aus? Seit Juni 2016 bieten die Energieberater der Verbraucherzentrale privaten Hausbesitzern die Möglichkeit eines Solarwärme-Checks.

Die bisher in Sachsen durchgeführten Solarwärme-Checks zeigen: "Die meisten Anlagenbesitzer lassen ihren Heizkessel auch im Sommer an.", berichtet Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen. "Das bedeutet meistens, dass dieser gleich morgens das Wasser erwärmt, sodass die Sonne, die vielleicht kurze Zeit später Wärme liefern könnte, gar nicht zum Zuge kommt." Auch Wärmemengenzähler, die Auskunft über die tatsächlich von der Solaranlage gelieferte Wärme geben könnten, sind leider relativ selten anzutreffen. Und so bleibt vielen Anlagenbesitzern nur das Vertrauen, dass die Anlage liefert, was geplant war.

Hier setzt der Solarwärme-Check der Verbraucherzentrale an. Ein unabhängiger Energieberater nimmt die Anlagenkomponenten in Augenschein, untersucht, wie gut diese aufeinander abgestimmt sind, und ob sie einen effizienten Betrieb gewährleisten. "Viele Anlagen arbeiten auch gut", informiert Baumgardt. "Tipps zur Verbesserung gibt es trotzdem bei jeder Anlage. Das kann eine Anpassung der Regelung sein, aber auch eine Nachrüstung der Dämmung an Rohrleitung oder Speicher- oder Kollektoranschlüssen bis hin zum Austausch defekter Anlagenteile". Außerdem ist der Check für die Anlagenbetreiber auch Anlass, sich einmal ausführlich mit ihrer Solaranlage zu befassen und diese kennenzulernen.

Der Solarwärme-Check besteht aus zwei Terminen. Beim ersten wird die Messtechnik angeschlossen, die mindestens drei Tage lang Messwerte aufzeichnet. Beim zweiten Termin werden die Ergebnisse ausgelesen. Nach der Auswertung der Messergebnisse erhalten die Anlagenbesitzer einen schriftlichen Kurzbericht. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bezahlen private Verbraucher für den Solarwärme-Check nur einen Eigenanteil von 40 Euro. Eine Anmeldung dafür ist unter der kostenlosen Tel.-Nummer 0800 - 809 802 400 möglich. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


28.07.2016
Weniger Strom fürs Waschen und Spülen
Wann sich ein Warmwasseranschluss für Wasch- und Spülmaschine lohnt

Wasch- und Spülmaschine gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. In vielen Fällen lässt sich der Stromverbrauch der Geräte bis zu einem Drittel senken, wenn sie direkt ans Warmwasser angeschlossen werden. Stephan Tannhäuser, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, erklärt, wann sich der Wechsel lohnt. "Das Aufheizen des Wassers macht den Großteil des Stromverbrauchs von Wasch- und Spülmaschinen aus. Dabei ist die Wassererwärmung mit Strom besonders teuer", erläutert Stephan Tannhäuser. Es liegt daher nahe, das Wasser anders zu erwärmen und erst dann in die Geräte fließen zu lassen. Doch Vorsicht: Das hat in vielen, aber nicht in allen Fällen Sinn.

"Ist sowieso die gesamte Warmwasserbereitung elektrisch, zum Beispiel bei einem Elektroboiler, bringt natürlich auch der Wechsel des Anschlusses für die Geräte keine Einsparung", sagt Tannhäuser. Empfehlenswert ist dagegen Warmwasser aus einer thermischen Solaranlage - das erhält der Betreiber im Sommer ohne Mehrkosten. Auch bei Gas- und Ölheizungen ist die Wärme oft preisgünstiger als bei elektrischer Aufheizung.

Außerdem muss geklärt werden, ob die vorhandenen Geräte überhaupt mit Warmwasser betrieben werden können. Einzelne Waschmaschinen verfügen über einen gesonderten Warmwasseranschluss. Bei anderen Modellen ist ein spezielles Vorschaltgerät erforderlich. Die meisten Spülmaschinen können hingegen ohne Umrüstung an die Warmwasserleitung angeschlossen werden. Allerdings droht hier eventuell ein Verlust der Gewährleistung. Stephan Tannhäuser fasst zusammen: "Ist eine Solaranlage vorhanden und sind Wasch- und Spülmaschine dafür geeignet, lohnt sich der Betrieb am Warmwasseranschluss meistens. Alles andere lässt sich nur im Einzelfall entscheiden."

Bei allen Fragen zu Energieeffizienz im Haushalt hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch, zu einem symbolischen Entgelt von 5 EUR pro halbe Stunde. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine unter Tel. 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


02.06.2016
Solar, so la-la?
Verbraucherzentrale Sachsen zeigt mit neuem Beratungsangebot, ob die Solarthermie rund läuft

Eine solarthermische Anlage liefert Wärme ohne teuren Brennstoff und schädliche Emissionen - eigentlich eine Win-Win-Situation für Verbraucher und Klima. Leider geht die Rechnung in der Praxis jedoch oft nicht auf, wie Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen, erklärt: "Im Echtbetrieb sparen die Anlagen oft viel weniger ein als erhofft. Die Heizkosten sinken dann natürlich ebenfalls weniger stark, und es dauert länger, bis die Investition sich rechnet." Allerdings können Laien kaum beurteilen, ob die installierte Anlage auch die versprochene Einsparung bringt. Dabei hilft ab sofort das neue Beratungsangebot "Solarwärme-Check" der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen.

Dieser neue Baustein der Energieberatung soll jedem Besitzer einer solarthermi­schen Anlage zeigen, wie leistungsfähig diese in der Praxis ist. Ein unabhängiger Energieberater überprüft bei einem Vor-Ort-Termin zentrale Komponenten der Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtempera­turen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin nach einigen Tagen - davon mindestens einem Sonnentag - ausgelesen. Der Energieberater führt alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Anlage verbessert werden kann. Einen Bericht mit der Gesamteinschätzung der Anlage und den Empfehlungen erhält der Auftraggeber wenig später per Post.

Der Solarwärme-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung besitzen. Anfragen für den Solarwärme-Check werden ab sofort unter der kosten­losen Nummer 0800 - 809 802 400 entgegen genommen. Die Kostenbeteiligung für den "Solar-Check" beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Solarwärme-Check kostenlos. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


11.04.2016
Fenstertausch − bringt’s das?
Was es für die Fenstersanierung im Altbau zu bedenken gibt

Neue Fenster können die Energiebilanz eines Hauses wesentlich verbessern, Sonnenlicht und −wärme hereinlassen und den Lärmschutz erhöhen. Dennoch denken viele Menschen beim Stichwort "Fenster austauschen" eher an hohe Kosten oder ein erhöhtes Schimmelrisiko. André Trispel, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, gibt Auskunft.

Warum neue Fenster?

Sehr viele Fenster, die vor 1995 eingesetzt wurden, sind unter Effizienzgesichtspunkten ein Sanierungsfall. Um Heizkosten zu sparen und das Klima zu schonen, sollten sie also ausgetauscht werden − spätestens dann, wenn ohnehin eine Modernisierung ansteht.

Denn moderne Fenster lassen weniger Wärme nach draußen und können so den Wärmebedarf eines Hauses erheblich senken. Einsparungen von 5 bis 15 Prozent sind laut Trispel durchaus möglich. Außerdem verbessert sich der Wohnkomfort, denn die neuen Fenster haben, auch wenn es draußen kalt ist, innen eine höhere Oberflächentemperatur. Auch Zugerscheinungen sollte es dann nicht mehr geben.

Was gilt es bei der Fenstererneuerung zu beachten?

Fenstertausch kostet viel Geld. Trispel empfiehlt deshalb, sich bei der Entscheidung von einem unabhängigen Experten beraten zu lassen. "So kann auch sichergestellt werden, dass die Fenster zum Haus und eventuellen weiteren Sanierungsvorhaben passen", erläutert der Experte. So können die bauphysikalische Schwachstellen bei ungedämmten Außenwänden nach Fenstertausch zu einem Problem werden. Um Bauschäden und Schimmel zu verhindern, sei es etwa ratsam, den Austausch der Fenster mit gezielten nachträglichen Dämmmaßnahmen zu verbinden. Das muss nicht immer die ganze Fassade umfassen, was ja oft auch gar nicht möglich ist. Vor allem ist der Fenstereinbau nach dem aktuellen Stand der Technik (RAL-Montage) vorzunehmen. Hierzu sollte man sich im Vorfeld unbedingt genau informieren. Empfehlenswert ist ein kurzes Video der Sächsischen Energieagentur, SAENA, welches das genaue Vorgehen beim Fenstertausch im Altbau erläutert. Finden kann man das Video beispielsweise unter: www.verbraucherzentrale-sachsen.de/Energie-Bauen-Wohnen im Bereich "Filme und Videos".

Zu allen Fragen rund um die energetische Sanierung und zu vielen weiteren Fragen zu Energieeinsparung hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch, zu einem geringen Eigenbeitrag. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine unter 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


24.03.2016

Unterschätztes Potenzial im Heizungskeller: Der hydraulische Abgleich
Heizung fit machen und sparen

Mit der Aussicht auf Frühling und Gartensaison sind für die meisten Menschen technische Details ihrer Heizungsanlage eher von mäßigem Interesse. Dabei ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, diese gründlich auf Vordermann bringen zu lassen Den hydraulischen Abgleich als eine sehr effiziente Maßnahme der Heizungsoptimierung stellt Ulrike Körber, Energieberaterin der Verbraucherzentrale, vor:

"Bei vielen Heizungsanlagen gelangt in einige Heizkörper zu wenig, in andere aber zu viel Heizwasser", erklärt Körber das Problem. Die Folge: Die Räume sind unterschiedlich warm. Heizkörper im Erdgeschoss, die der Heizungspumpe nahe liegen, bekommen die meiste Wärme ab. Dagegen reicht sie für die obersten Geschosse nicht mehr aus. Die Heizungspumpe wird hochgedreht und die Anlage verbraucht unnötig Energie.

"Der hydraulische Abgleich schafft nicht nur Abhilfe, sondern ist für eine funktionsfähige Anlage Pflicht", so Körber weiter. Dabei wird die Anlage durch richtige Voreinstellung der Heizkörperventile so reguliert, dass die richtigen Mengen Heizwasser in jeden Heizkörper gelangen. Je nach Ausgangssituation können dafür neue Heizkörperventile notwendig sein. Nach dem hydraulischen Abgleich reicht häufig eine kleinere Heizungspumpe. Ein Austausch ist daher sinnvoll.

Das Heizsystem läuft nach dem hydraulischen Abgleich effizienter und braucht bis zu 20 Prozent weniger Heizenergie. Die Stromersparnis durch die kleinere Umwälzpumpe liegt bei manchen Anlagen bei mehr als 80 Prozent. Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich betragen zumeist unter 1.000 Euro - abhängig davon, ob und welche Komponenten der Heizungsanlage ausgetauscht werden müssen.

Bei allen Fragen zur Heiztechnik hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Eigentümern wie Mietern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


10.03.2016

EnEV-Verschärfung mit Auswirkungen auf Neubauten
Beratungsbedarf für Bauherren ist gestiegen

Seit 1. Januar gelten strengere Richtwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 für Neubauten. Damit wurden auch die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes verschärft, sodass sie für den Primärenergiebedarf um 25 Prozent und für den Wärmeschutz der Gebäudehülle um rund 20 Prozent gestiegen sind.

Die Berechnung der entsprechenden Energiekennwerte eines Gebäudes ist in der EnEV weiterhin sehr komplex und immer ein Zusammenwirken aus gutem Dämmstandard und dem gewählten Heizungssystem. Für Bauherren ist es damit besonders schwierig, den Überblick zu behalten. "Hinzu kommt, dass die gestiegenen Anforderungen an den Primärenergiebedarf auch die Baukosten steigen lassen. Nach Erhebungen verschiedener Studien zur EnEV-Verschärfung ab 2016 kann das immerhin 75 bis 300 Euro pro m² Wohnfläche ausmachen", weiß Thomas Posanski, Energieberater bei der Verbraucherzentrale Sachsen.

Natürlich lassen sich die Vorgaben der EnEV im Zusammenspiel von Heizung und Hülle auf verschiedene Weise umsetzen. Um keine bösen Überraschungen auf der Kostenseite erleben zu müssen, kommt es heute auf eine möglichst frühe Einbeziehung einer Energieberatung zur Diskussion verschiedener Varianten im Vorfeld der Planung an. Wenn das Heizsystem einmal ausgewählt ist, ist vieles schon gesetzt, was man dann nicht mehr ändern kann. "Wichtig zu wissen ist, dass ein niedriger Primärenergiebedarf nicht zugleich bedeutet, dass die Energiekosten dann auch in der Nutzung sinken werden", so Posanski. Vielmehr bedarf es unter der Maßgabe der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben der EnEV einer sachgerechten Abwägung von Investitions− und Folgekosten. Nur eine transparente und ehrliche Vollkostenbetrachtung ermöglicht den Bauherren eine langfristig sinnvolle Entscheidung. Dabei sollten alle energiebedingten Kosten von der Investition bis zur Nutzung sowie Fördermöglichkeiten, die zur jeweiligen energetischen Variante passen, einbezogen werden.

Bei Fragen zur neuen EnEV, zur richtigen Energieträgerauswahl, aber auch zu aktuellen Förderprogrammen von Bund und Land, sowie zu weiteren Fragen des Energiesparens hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Eigentümern sowie Mietern, an 52 Standorten in Sachsen oder direkt vor Ort. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Informationen: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine und Beratung: 0800 / 809 802 400 (kostenfrei).


28.01.2016

Heizen mit Strom lohnt sich nicht
Nachtspeicher- und Infrarot-Heizungen auf dem Prüfstand

Seit Beginn der Heizsaison bevölkern sie wieder die Werbeseiten: elektrische Nachtspeicher- und Infrarotheizungen. Die Anbieter versprechen neben niedrigen Heizkosten auch hohen Komfort und eine gute Klimabilanz. Was ist davon zu halten und wann ist hierzu eine anbieterunabhängige Energieberatung zu empfehlen?

Elektrische Nachtspeicherheizungen sollen künftig eine wichtige Rolle für die Energiewende spielen, indem Strom aus erneuerbaren Energien, z.B. der Windkraft, in privaten Speicherheizungen zwischengespeichert würde. "Die Idee ist gut. In der Praxis ist das aber leider schwierig umzusetzen. In den entsprechenden Regionen sind gar nicht genug Speicherheizungen angeschlossen, um die Netze tatsächlich spürbar zu entlasten", erklärt Stephan Tannhäuser, Energieberater bei der Verbraucherzentrale Sachsen. Außerdem sind viele Anlagen nicht vom Netzbetreiber aus der Distanz regelbar. Damit können sie gar nicht bei Bedarf zugeschaltet werden. "So bleiben Nachtspeicherheizungen in erster Linie Strom- und Geldfresser", so Tannhäuser.

Als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zur Nachtspeicherheizung wird die Infrarot-Flächenheizung beworben. Da sie mit einem etwas höheren Anteil an Strahlungswärme heizt, reichen laut Herstellern niedrigere Raumtemperaturen für ein behagliches Wohnklima aus. Allerdings verbraucht die Infrarotheizung vor allem tagsüber Strom, der bis zu 30 Cent pro kWh kostet. "Das ist rund sechs Mal mehr als andere Energieträger wie Gas, Heizöl und Holzpellets. Diese hohen Betriebskosten werden auch durch die relativ niedrigen Anschaffungskosten und die wegfallenden Wartungskosten nicht wettgemacht", stellt der Energieberater klar.

Ganz kritisch sind Stromheizungen für Mieter, die schnell merken, dass ihre Heizkosten extrem in die Höhe schießen. Für vermietete Häuser ist die Stromheizung deshalb überhaupt keine Option. "Generell sind Elektroheizungen also nur in Einzelfällen sinnvoll. Allerdings ist der Umstieg auf ein anderes Heizsystem auch nicht ganz unkompliziert", fasst Tannhäuser zusammen. Bevor über den Austausch der Heizung entschieden wird, sollten Verbraucher eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen Mietern und Eigentümern online, in einem persönlichen Gespräch oder direkt in den eigenen vier Wänden. Für einkommensschwache Haushalte sind die vom BMWi geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine unter 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


Information
Bundesweite Rufnummer für Energieberatung:
0800 − 809 802 400
(kostenfrei)

Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen



Beratungsstandorte
der Verbraucherzentrale Sachsen, an denen die Schwerpunktberatung erneuerbare Energien angeboten wird (in alpha­betischer Reihenfolge):

Adorf, Auerbach, Bautzen, Bischofswerda, Chemnitz, Dresden, Ebersbach, Eiben­stock, Frankenberg, Freiberg, Hoyerswerda, Kamenz, Klingenthal, Leipzig, Mittweida, Neu­stadt, Niesky, Oederan, Oelsnitz/Vogtland, Pirna, Riesa, Sebnitz, Treuen, Weißwasser



Kosten für die Schwerpunktberatung erneuerbare Energien: Eigenanteil von 5 EUR (wie für jede andere persönliche Energieberatung auch)
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